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Lena Kutzner, deren wuchtigvoluminöser, sonnenstrahlender Sopran das Publikum beinahe aus dem Saal pustet und damit die Vermutung nahelegt, dass diese außergewöhnliche Sängerin bald schon in Berlin und Bayreuth als Wagner-Heroine zu bestaunen sein wird
Lena Kutzner was clearly aware of the placement and use of her voice, and breath, for every single moment of the evening. This allowed for an even presentation from beginning to end, with ringing top notes and a firm foundation in the lower register. The voice was mellow, without the sharp edges frequently heard from other good singers of this part, but well rounded, golden rather than silvery, at ease even in the most dramatic moments.
Selten hört man eine Aufführung, bei der so genau der Wortgehalt mit seiner emotionalen Bedeutung ausgelotet wird. Das betrifft insbesondere den ersten Aufzug. Wie Lena Kutzner bei ihrem Rollendebut als Isolde mit feinen Nuancen von Ironie und Sarkasmus die erlittenen Verletzungen zum Ausdruck bringt, ist eine kleine Sensation. Die Stimme klingt jung und verfügt über ein schönes, intensives Piano, hat aber viel Kraft zur vokalen Attacke. Auch im Duett im zweiten Aufzug hört man erfreulich viel zurückgenommene Töne.
Die Isolde von Lena Kutzner als kometenhaft strahlend zu beschreiben, ist bedingungslos angemessen. Ihr Rollendebut gerät zu einem triumphalen Flug durch all die Emotionen von rasendem Zorn über heißestes Sehnen bis zur seligen Verklärung. Völlige, mühelose Sicherheit in den Höhen und ein phantastisch mitreißender Ausdruck prägen – unter anderem – diese Glanzleistung. Bei ihrem „Tod uns beiden!“ gefriert einem das Blut in den Adern.
Lena Kutzner ist das vokale Kraftzentrum. Klar, leuchtend mit viel Kraft - obendrein in mustergültiger Diktion und darstellerischer Präsenz liefert sie eine erstklassige Isolde
Sängerisch war dieser Tristan hervorragend besetzt. Allen voran Lena Kutzner bei ihrem Rollendebüt als Isolde. Ihr heller Sopran strahlte, sie meisterte all die großen Schwierigkeiten dieser Partie mit scheinbarer Leichtigkeit.
Lena Kutzner fährt im äußerst textlastigen 1. Aufzug ihre ganze stimmliche Vielfalt in meisterhaft präziser Ariosität auf und beweist ihr sensibles schauspielerisches Talent mit jeder Faser
Als ich vor zwei Jahren Lena Kutzner in Meiningen in der Rolle der Elsa erlebte, dachte ich so bei mir «das Mädel hat schon das Potenzial einer Isolde» und lag mit meiner Einschätzung in keiner Weise daneben. Während hundertfachen Besuchen meiner Lieblingsoper erlebte ich seit 1960 bis dato 66 verschiedene Interpretinnen u.a. von hohem Rang und so überraschte es umso mehr einer Sängerin der jüngeren Generation mit derart ungewöhnlichem Qualitäts-Level zu begegnen. Als phänomenal darf man die Leistung der Isolden-Debütantin bezeichnen. Dank der vortrefflichen Personenregie interpretierte Lena Kutzner die irische Maid textkonform im Einklang mit der Musik auf hinreißende Weise. Ohne Fehl und Tadel entfaltete sich der wunderschön timbrierte Sopran zu expansibel-dynamischem Wohlklang welcher in keinem Moment an voluminöser Elastizität verlor, zum klaren Silberstrahl des schier unbegrenzten Höhenbereiches überzeugte die Sängerin ebenso mit warmen, fülligen Soprantönen, herrlichen Farbnuancen und emotionsreichen Passagen. Ihr finales Mild und leise riss regelrecht, pardon, vom Hocker!
